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Lehnertz


Angebote : Kummerkasten und Frauenschwarm
10.10.2012 19:42 (4149 x gelesen)

Seit 45 Jahren beliefert Konrad Lehnertz, der heute 70 Jahre alt wird, über 1500 Haushalte an der Oberen Kyll mit Eiern. Er kennt viele Kunden seit Jahrzenten - ist Eiermann, Zuhörer und "Kummerkasten-Mann".

Gabi Vogelsberg, Trierischen TV, 13. September 2006


HABSCHEID. Konrad Lehnertz wird heute 70 Jahre alt. Seit 45 Jahren beliefert er Kunden, vor allem an der Oberen Kyll, mit Eiern. Er ist jedoch mehr als ein „Eier¬mann". Auch als Lebensretter und Kummerkasten-Mann taucht er in den Geschichten rund um seine Kundinnen auf.

„Der 13. September ist für mich ein Glückstag. Ich habe drei Gründe zu feiern: Hochzeitstag, meinen Geburtstag, sowie den meiner Frau Mia”, zählt Konrad Lehnertz auf.


Der 70-Jährige ist eine ausgeglichene Frohnatur. Die habe ihm auch im Beruf stets geholfen. „Von wegen ,Klingeling, hier kommt der Eiermann'. Als ich vor 45 Jahren mit dem Eier-Aus¬fahren anfing, bin ich in jedes Haus gegangen. Das mache ich heute noch", erklärt Lehnertz. So ist er seit Jahrzehnten in vielen Küchen und guten Stuben einmal in der Woche „zu Hause". Heute kommt er allerdings nur noch an zwei statt an fünf Wochentagen zu seinen Menschen. Fast familiär geht es in etlichen der 1500 Haushalte an der Oberen Kyll zu. „Mittwochs mache ich immer Schluss in Jünkerath im Kefferbach. Da steht für mich dann stets frisch gekochter Grießpudding parat", erzählt Lehnertz. Die 85-jährige Kundin, Lisbeth Pick, sei eine „herzensgute Frau, die sich um alle kümmer".

Mittagessen im Gartenhäuschen

In vielen Haushalten wird der Eiermann zu Tisch gebeten. Bei einer Großfamilie in Hillesheim wäre nie der Tisch abgeräumt, sondern „immer nur beigestellt worden". Lehnertz: „Und wenn dann mal keiner zu Hause war, war für mich im Gartenhäuschen eine extra Tafel gedeckt". Beim Plausch am Küchentisch reden die Hausfrauen auch über ihre Probleme. Doch Lehnertz bleibt diskret: „Ich war auch oft der Kummerkasten, habe aber
nie etwas weiter erzählt.

In Auel wurde er sogar zum Lebensretter. Eine 82-jährige Kun¬din war gestürzt und lag verletzt auf dem Steinboden der Küche. Aus eigener Kraft habe die „wohl 2,5 Zentner schwere Frau" nicht aufstehen können. Lehnertz erinnert sich: „Als ich in die Küche kam, sagte sie, dass sie schon seit zwei Tagen auf mich warte, aber gewusst habe, dass ich vorbeikomme." Lehnertz bemühte sich immer, den Zeitplan einzuhalten, zumal er gelegentlich beobachtet wurde. Schmunzelnd erinnert er sich: „In einem Mehrfamilienhaus in Jünkerath hat eine Kundin die Zeit gestoppt, wie lange ich in jeder Wohnung war. Einmal wollte sie wissen, was ich wohl elf Minuten lang da drinnen gemacht habe."


Der optimistische und freundliche Mann wirkt auf Frauen. Doch ganz Gentlemen sagt er: „Es gab viele Versuchungen, denen ich aber immer widerstanden habe." Sohn Lambert, der vor fünf Jahren den Betrieb übernommen hat, erinnert sich: „Einmal kam Papa in ein Haus in Stadtkyll, und als die Kundin ihn rief, saß sie in der Badewan¬ne und zwei Gläser Sekt standen parat. Papa hat aber nur die Eier auf den Hocker gestellt und ist wieder gegangen."


Kundin Anna Leuther meint: „Es war jede Woche ein Fest, wenn der Eiermann kam. Wenn er gewollt hätte, hätte er viele Chancen bei den Frauen gehabt." Dabei kam es auch schon zu Verwechslungen. Lehnertz erin¬nert sich an einen Vorfall in Jünkerath: „Als ich wie gewohnt in das Haus kam, schlug mir die Kundin den Sack mit den Wäscheklammern auf den Kopf. Sie dachte, ich sei ihr Ehemann." Derartiges hatte Lehnertz in Alendorf nie zu fürchten. Denn in dem Dorf, zwei Kilometer hinter der rheinland-pfälzischen Landesgrenze, galten an¬dere Regeln. Kundin Leuther, die ehemals von ihrem Job in Jünkerath die Habscheider Eier mit nach Hause nahm, besorgte Lehnertz in ihrem Wohnort Kunden. Die 79-Jährige schaut zurück: „Damit es sich rentiert. Insgesamt 42 Kundinnen haben bei uns ihre Bestellungen aufgegeben. Zuerst waren es 200 Eier pro Woche, später über 1000."


Das alte Bestellbuch hat Leuther noch heute. Doch die Regelung hat sich vor drei Jahren, nach einem Krankenhausaufenthalt, geändert. Seitdem kommen die Kunden an Lehnertz-Eiermann Auto auf Leuthers Hof. Lehnertz, dessen Ehefrau heute 69 Jahre alt wird, schaut zurück: „Gemeinsam mit Mia und den drei Kindern haben wir immer an einem Strang gezogen. Nur so und mit Optimismus ist ein erfolgreiches Familienunter nehmen zu führen."

 

 


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